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Deutsche Biotechnologietage 2017: Erfahrungsaustausch zwischen Experten

  • Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (links) im Gespräch über die Entwicklung neuer diagnostische Methoden am InfectoGnostics Forschungscampus Jena.

Am 05. und 06. April 2017 fanden die Deutschen Biotechnologietage in Hannover statt. Auch der InfectoGnostics Forschungscampus Jena nahm wieder am jährlichen Branchentreffen teil, präsentierte aktuelle Forschungsansätze und Entwicklungen des Campus und tauschte sich über neue Kooperationsmöglichkeiten aus. Die InfectoGnostics-Konzepte zur schnellen Vor-Ort-Diagnostik wurden dabei auch Bundgesundheitsminister Hermann Gröhe persönlich vorgestellt.

Das größte deutsche Branchenevent für Biotechnologen ist am 06. April 2017 zu Ende gegangen. Die zweitägige Veranstaltung wurde von BIO Deutschland, der "BioRegioN" aus Niedersachsen und dem Arbeitskreis der BioRegionen in der Messe Hannover organisiert. Mit deutlich über 800 Besuchern wurde ein neuer Rekord an Teilnehmern aufgestellt.

Mit vor Ort war auch der InfectoGnostics Forschungscampus Jena: Gemeinsam mit dem Thüringer Clustermanagment (ThCM) der LEG, dem Campus-Partner oncgnostics sowie dem Forschungsverbund Leibniz Gesundheitstechnologien präsentierte der Forschungscampus aktuelle Projekte zur Diagnostik bei Infektionskrankheiten. Insbesondere an den offenen Microarray-Plattformen zeigten sich viele Besucher interessiert: Diese Plattformen zur schnellen und exakten Erreger- und Resistenzbestimmung werden derzeit gemeinsam mit Partnern wie Alere Technologies oder der Blink AG am InfectoGnostics Forschungscampus Jena weiterentwickelt.

Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe besuchte den Messestand des Forschungscampus und besprach mit dem InfectoGnostics-Geschäftsführer Dr. Jens Hellwage die Forschung zu Point-of-Care-Lösungen für die Schnelldiagnostik. In seiner Ansprache zur Verleihung der Innovationspreise der BioRegionen betonte Gröhe die zunehmende Bedeutung der Biotechnologie: Jedes fünfte Medikament stamme bereits jetzt aus der Biotechnologie. Ebenso hob der die Bedeutung einer schnellen Diagnostik hervor, um Antibiotikaresistenzen zu kontrollieren und Medikamente gezielter einsetzen zu können.

In Symposien und Diskussionsrunden stellten insgesamt 160 Referenten neueste Ansätze und Trends in den Biotechnologien vor: InfectoGnostics hatte so Gelegenheit, sich nach Impulsvorträgen mit anderen Experten über aktuelle Themen wie Companion Diagnostics, Tuberkulose-Prophylaxe oder Phagentherapie bei Infektionskrankheiten auszutauschen. In einer Podiumsdiskussion zu Crowdfunding in Forschung und Entwicklung stellte zudem Dr. Martina Schmitz vom Campus-Partner oncgnostics ihre Erfahrungen mit diesem Finanzierungsmodell vor. Im vergangenen Jahr hatte ongcnostics erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne zur Vermarktung eines Gebärmutterhalskrebs-Schnelltests abgeschlossen.