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Erfurter Mikrosensorik für mobile Diagnostik - CiS verstärkt Kooperation mit InfectoGnostics

Das Erfurter CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik wird in Zukunft noch intensiver die Entwicklung von diagnostischen Point-of-Care-Systemen am InfectoGnostics Forschungscampus Jena unterstützen. Nachdem das CiS bereits zuvor als assoziierter Partner seine Expertise in Projekte des Campus eingebracht hatte, tritt das Institut nun auch offiziell der öffentlich-privaten Partnerschaft von InfectoGnostics bei.

Mobile und kompakte Systeme zur Infektionsdiagnostik stellen eine große Herausforderung für die Sensorik dar: Einerseits sollen die Mikrosensoren zuverlässige und genaue Messungen ermöglichen. Andererseits müssen die Sensoren möglichst effizient und kostengünstig gefertigt werden, um selbst in Arztpraxen die Anschaffung solcher innovativen Diagnostik-Systeme zu ermög­lichen.

Als An-Institut der Technischen Universität Ilmenau bildet das CiS eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und verfolgt damit ein ebenso transferorientiertes und interdisziplinäres Konzept wie InfectoGnostics: „Wir haben sehr viel Erfahrung darin, Technologien aus unterschiedlichsten Fachbereichen zu `verheiraten‘ und Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in hybride Systemlösungen für die Industrie zu überführen. Die öffentlich-private Partnerschaft im Forschungscampus ist deshalb das ideale Umfeld für uns“, erläutert CiS-Geschäftsführer Prof. Thomas Ortlepp.

Im Bereich der Biophotonik arbeitet das Erfurter Institut schon länger mit dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) zusammen – einem langjährigen InfectoGnostics-Partner. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Projekt „SMARTER-SI“: ein EU-gefördertes Innovationszentrum zur schnelleren Anwen­dung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in der industriellen Praxis. Gemein­sam mit internationalen Partnern entwickeln das CiS und das Leibniz-IPHT in dem EU-Projekt ein mobiles Labor zur Detektion von Allergenen und Pilzgiften. Dabei fließen unterschiedlichste Technologien als Baugruppen in einem komplexen Point-of-Care-System zusammen: Angefangen bei der Mikro­fluidik, über das Design von Microarrays und das Auslesen von Fluoreszenz-Signalen bis hin zur elektronischen Anbindung an Nutzerschnitt­stellen.

Im Forschungscampus wird das CiS diese erfolgreichen Kollaborationen fortsetzen und in neuen Projekten ausbauen. Das Erfurter Institut möchte damit die Entwicklung sensorbasierter Diagnoseverfahren am Campus vorantreiben und auch die Arbeiten an offenen Plattformen für Molekulardiagnostik unterstützen, die für viele Partner nutzbar sind.