Aktuelle Ausschreibungen

In dieser Rubrik weisen wir auf aktuelle Ausschreibungen von Fördermittelgebern hin, die sich mit für InfectoGnostics relevanten Themen befassen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Geschäftsstelle auf, wenn Sie Interesse an einer der Ausschreibungen haben.

Kleine Patienten, großer Bedarf − Medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung

(Deadline: 15. September 2017)

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1357.html

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem Fachprogramm Medizintechnik die medizintechnische Forschung und Entwicklung (FuE) noch stärker als bisher am Versorgungsbedarf auszurichten und zugleich die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche am Standort Deutschland auszubauen.

Die Anzahl verfügbarer altersgerechter medizintechnischer Lösungen und Hilfsmittel für Kinder ist im Vergleich zu Produkten für Erwachsene deutlich geringer. Dies liegt an den spezifischen Anforderungen für die Produktentwicklungen für Kinder, da in den unterschiedlichen Altersgruppen (Frühgeborene, Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Adoleszente) verschiedene Entwicklungs- und Wachstumsprozesse zu berücksichtigen sind. Die Patientenkollektive sind aufgrund der Einteilung in die verschiedenen Altersgruppen sehr klein und die daraus resultierenden Zielmärkte eingeschränkt. Hinzu kommt, dass die für den Zulassungsprozess notwendigen klinischen Studien an Minderjährigen mit großen ethischen Hemmschwellen verbunden sind. Dies stellt Innovatoren vor besondere Herausforderungen.

Zielsetzung
Mit der vorliegenden Fördermaßnahme soll eine anwendungsnahe sowie am spezifischen Bedarf ausgerichtete FuE innovativer altersgerechter medizintechnischer Lösungen für Kinder unterstützt werden. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung von Kindern in den unterschiedlichen Altersgruppen maßgeblich zu verbessern.

Gefördert werden industriegeführte, risikoreiche und vorwettbewerbliche FuE-Vorhaben in Form von Verbundprojekten für eine Dauer von bis zu 3 Jahren, die folgende Inhalte haben:

1. Sie sollten Adaptierbare medizintechnische Lösungen und Hilfsmittel, die gezielt das kindliche Wachstum sowie die physische (Weiter-)Entwicklung berücksichtigen und dadurch zu einer verbesserten Kurz- bis Langzeittherapie von Kindern beitragen.

Beispielhaft sind mitwachsende, extern manipulierbare oder resorbierbare Implantate und Osteosynthese­systeme zur Vermeidung von (Mehrfach-)Operationen und/oder Unterstützung der Eigenheilung, aber auch mit­wachsende Prothesen und (stufenlos) einstellbare Rehabilitationsmittel zu nennen.

2. Maßgeschneiderte medizintechnische Lösungen, die altersgruppenspezifisch auf die physischen Gegebenheiten von Kindern angepasst sind und eine kindgerechte Versorgung mit maximaler Sicherheit, Effizienz und Präzision und gleichzeitig minimaler Belastung in Notfallsituationen oder stationärer/ambulanter Versorgung ermöglichen.

Beispielhaft sind größenoptimierte Organunterstützungssysteme (z. B. Beatmungs- und Herzunterstützungssysteme), minimalinvasive oder atraumatische Interventionstechniken zu nennen.

3. Integrierte medizintechnische Lösungen, die auf die physischen und psychischen Besonderheiten von Kindern innerhalb der jeweiligen Altersgruppe ausgerichtet sind und dadurch bei Therapiemaßnahmen zu einer Erhöhung der Selbstständigkeit und Eigenmotivation der jungen Patienten führen und gleichzeitig Angehörige entlasten.

Beispiele sind Therapiemanagement- sowie Closed-Loop-Systeme (z. B. für ADHS, Ess-Störungen, Schizophrenie, Depression, Zwangsstörungen, angeborene Organfehler, Epilepsie, Diabetes, Mukoviszidose) mit möglicher (Fern-) Diagnose und Therapieverlaufskontrolle für betreuende Angehörige, Ärzte und Therapeuten.

Förderung von Vorhaben zur Stärkung der innovationsrelevanten Rahmenbedingungen und angewandten Forschung in MENA-Ländern

(Deadline: 18. September 2017 )

www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1380.html

Die Bundesregierung verfolgt gegenüber der Region Nordafrika und Nahost das übergreifende Ziel, gemeinsam mit Partnern zur politischen und wirtschaftlichen Stabilität der Länder beizutragen und langfristige Lebens- und Zukunftsperspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen. Anlass hierfür sind die großen Herausforderungen, vor denen die Länder der Region stehen: sehr hohe Arbeitslosigkeit, vor allem unter Jugendlichen und Akademikern, langsames Wirtschaftswachstum, politische Instabilität. Weitere große gesellschaftliche Herausforderungen stellen Fragen nach sicherer, sauberer und effizienter Energie, nachhaltigem Wasserressourcenmanagement sowie nach einer sicheren und gesunden Ernährung dar.

In diesem Zusammenhang kommt dem positiven Einfluss von bildungs- und forschungsgetriebenen Innovationen auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung und damit auch auf Stabilität und Frieden eine zentrale Bedeutung zu. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verfolgt daher das Ziel, die Schlüsselfaktoren Bildung, Forschung und Innovation in der Region Nordafrika und Nahost gemeinsam mit den Partnern des BMBF in der Region zu stärken. Neben Kooperationen im wissenschaftlich-technologischen Bereich umfasst dies auch die Unterstützung für politische und wissenschaftliche Akteure bei der Gestaltung der jeweiligen nationalen Forschungs- und Innovationssysteme sowie bei der Umsetzung von nationalen Forschungs- und Innovationsstrategien. Auf diese Weise kann auch ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der Akademiker- und Jugendarbeitslosigkeit geleistet und können für den Einzelnen dauerhafte persönliche Perspektiven geschaffen werden.

Das übergreifende Ziel dieser Förderbekanntmachung ist daher, Forschungsprojekte in den Partnerländern des BMBF in der Region zu fördern, die unter starker Einbindung von Expertinnen und Experten aus der Region praxisorientierte Lösungsoptionen für forschungs- und innovationspolitische Herausforderungen erarbeiten. Die geförderten Vorhaben sollen Konzepte zur Verbesserung der für Forschung und Innovation relevanten Rahmenbedingungen (Governance) sowie der Schnittstelle zwischen Forschung und Wissenschaft einerseits und der Wirtschaft andererseits erstellen. In die Vorhaben sollen daher insbesondere intermediäre Akteure, wie etwa Verbände, Kammern, Transfernetzwerke sowie Technologie- und Gründerzentren, eingebunden werden.

Die über die Zuwendungen unterstützten Vorhaben haben daher jeweils die folgenden zwei Aufgabenstellungen zu bearbeiten:

  1. Entwicklung von praktischen Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der für Forschung und Innovation ­relevanten Rahmenbedingungen/Governancestrukturen
  2. Identifizierung und Durchführung von Maßnahmen zur Stärkung der Anwendungs- und Marktorientierung von Forschungseinrichtungen

Darüber hinausgehende Ziele der Fördermaßnahme sind:

  • die forschungs- und innovationspolitische Beratungskompetenz in Deutschland und in den Partnerländern zu stärken sowie
  • den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland und in den Partnerländern im Bereich der Wissenschaftsforschung zu unterstützen. Angeregt wird insbesondere die Integration von ausländischen (Post-)Doktorandinnen und (Post-)Doktoranden in die Projekte bzw. ein zeitweiliger Aufenthalt beteiligter deutscher (Post-)Doktorandinnen oder (Post-)Doktoranden an einer ausländischen Forschungseinrichtung.

Zielländer dieser Förderbekanntmachung sind die nordafrikanischen Staaten Marokko, Tunesien und Ägypten sowie Jordanien und die Palästinensischen Gebiete im Nahen Osten. Die Partnerministerien des BMBF sind über Ziel, Zweck und Form der Förderbekanntmachung informiert.

In der ersten Verfahrensstufe für die Vorbereitungsphase ist dem DLR Projektträger vom vorgesehenen Projektkoordinator bis spätestens 18. September 2017 eine Projektskizze einzureichen.

Zu dieser Fördermaßnahmewird voraussichtlich am 03. August 2017 eine Informationsveranstaltung in Bonn stattfinden.

Eine vorherige Anmeldung über das elektronische Tool PT-Conference ist verpflichtend.

Immer vor Ort – mobile medizintechnische Lösungen für eine patientenfreundliche Gesundheitsversorgung

(Deadline: 30. September 2017)

Mit dieser Fördermaßnahme soll eine anwendungsnahe und am medizinischen Bedarf ausgerichtete FuE unterstützt werden mit dem Ziel, durch innovative mobile medizintechnische Lösungen die Patientenversorgung in allen Bereichen flexibler und effizienter gestalten zu können oder neue Versorgungsoptionen zu ermöglichen.

Durch die Möglichkeit der Verlagerung von Versorgungsleistungen aus dem stationären in den ambulanten oder vom ambulanten in den häuslichen bzw. privaten Bereich soll eine bedarfsgerechte und effektive Behandlung sichergestellt werden.

Im Rahmen dieser Maßnahme findet eine Informationsveranstaltung statt, zu der interessierte Forscher und Entwickler herzlich eingeladen sind. Vor allem werden Zeiten für individuelle Gespräche mit den zuständigen Technologieberatern des VDI angeboten, um Konsortien mit einer konkreten Idee programmspezifisch zu beraten. Der InfectoGnostics Forschungscampus unterstützt Sie gern bei der Bildung von Konsortien, der Antragstellung und Koordination von Projekten die in die Agenda des Forschungscampus passen und die in dieser Fördermaßnahme beantragt werden sollen.

Deadline der Ausschreibung: 30. September

Termin der Infoveranstaltung: 19. Juli // 11 – 15.30 Uhr

Ort: VDI Technologiezentrum GmbH, Bertol-Brecht-Platz 3, 10117 Berlin

Anmeldung per E-Mail unter: veranstaltungen.medizintechnik@vdi.de 

Weitere Informationen zur Maßnahme

Miniaturisierte optische Systeme hoher Integrationsdichte

(Deadline: 15. Oktober 2017)

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1387.html

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Themenfeld "Miniaturisierte optische Systeme hoher Integrationsdichte" auf der Grundlage des Programms "Photonik Forschung Deutschland" (www.photonikforschung.de) und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Das BMBF will mit der Fördermaßnahme kooperative, vorwettbewerbliche Verbundprojekte unterstützen, die zu völlig neuen oder wesentlich verbesserten technischen Lösungen im Bereich miniaturisierter, hochintegrierter optischer Systeme führen. Kennzeichen der Projekte sind ein hohes Risiko und eine besondere Komplexität der Forschungsaufgabe. Für eine Lösung sind in der Regel inter- und multidisziplinäres Vorgehen und eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen erforderlich.

Gegenstand der Förderung

Im Zentrum dieser Fördermaßnahme stehen Forschungsarbeiten, die sich mit technischen Systemen und Anwendungen befassen, deren wesentliche Funktionsträger neuartige, optisch mikrointegrierte Systeme sind. Es können Anwendungen aus allen Spektralbereichen vom ultravioletten (UV) Licht bis zum fernen Infrarot (FIR) betrachtet werden. In der Befassung mit solchen Systemen sollen insbesondere auch neue und effiziente Verfahren zu deren Herstellung Gegenstand der Forschung sein. Dies schließt auch alle erforderlichen Arbeiten zur Aufbau- und Verbindungstechnik mit ein.

Charakteristisch für alle Vorhaben soll sein, dass sie bestimmte Anwendungen in den Mittelpunkt stellen und von dort ausgehend die Spezifikationen für das mikrooptische System, sowie die zu lösenden FuE-Probleme ableiten. Die Eignung des gewählten Lösungsansatzes ist zum Projektende mit entsprechenden Systemdemonstratoren für die jeweilige Anwendung zu testen.

Medizintechnische Lösungen in die Patientenversorgung überführen - Klinische Evidenz ohne Verzögerung belegen

(Deadline: 31. Oktober 2017 )

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1376.html

Die Förderrichtlinie setzt im Fachprogramm Medizintechnik im Handlungsfeld „Mittelstand" den Themenschwerpunkt „Mittelstandsförderung intensivieren und bis zur klinischen Validierung ausbauen" um und nimmt zudem Bezug zum Zehn-Punkte-Programm des BMBF „Vorfahrt für den Mittelstand".

Dabei soll die Förderung der klinischen Validierung in den beteiligten KMU einen Qualitäts-, Qualifizierungs- und Professionalisierungsschub bewirken. Das Fachprogramm Medizintechnik leitet sich aus den zentralen Handlungsempfehlungen des Nationalen Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik" ab und ist in die neue Hightech-Strategie sowie in das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung eingebettet.

Mit dem Fachprogramm Medizintechnik will das BMBF die medizintechnische Forschung und Entwicklung stärken und zugleich die Leistungsfähigkeit.des deutschen Gesundheitssystems sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Medizintechnik-Branche am Standort Deutschland ausbauen. Gefördert werden bedarfsorientierte industrielle Projekte mit Ziel der Überführung innovativer medizintechnischer Lösungen in die Gesundheitsversorgung.

Zu dieser Fördermaßnahme findet am 20. Juli 2017 in Berlin eine Informationsveranstaltung statt, zu der die VDI Technologiezentrum GmbH einlädt.

 

 

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand — ZIM

ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen.

Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, einschließlich des Handwerks und der unternehmerisch tätigen freien Berufe, nachhaltig unterstützt und damit ein Beitrag zu deren Wachstum verbunden mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geleistet werden.

Seit dem 15. Mai 2015 ist es möglich, neue Anträge im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zu stellen. Grundlage ist die neue ZIM-Richtlinie, mit der das Programm zielgerichtet optimiert wurde.

Gefördert werden:

Weitere Infos des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Referat VIC5 (ZIM)

WIPANO

Innovationen, also neue Produkte und Dienstleistungen, sind die Triebfeder des Erfolges der deutschen Wirtschaft. Sie müssen möglichst bekannt sein und möglichst breit genutzt werden können, um auf dem Markt Fuß zu fassen. Ziel der Innovationspolitik des BMWi ist daher nicht nur die Förderung des Entstehens von Innovationen, sondern auch deren rascher Verbreitung - durch Wissens- und Technologietransfer.

"WIPANO - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen" setzt genau hier an: Es fördert öffentliche Forschung und Unternehmen bei der Patentierung und Verwertung ihrer Ideen und unterstützt innovative (Forschungs-) Projekte für die Normung.

Die Richtlinie läuft vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2019. Grundsätzlich antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre, öffentlich grundfinanzierte Forschungseinrichtungen. Die Beantragung ist fortlaufend möglich, d. h. es gibt keine festen Stichtage.

Gegenstand der Förderung ist der gesamte Prozess der Schutzrechtsanmeldung, von der Überprüfung der Idee bis hin zur Verwertung.

Weitere Informationen:
www.bmwi.de/DE/Themen/Technologie/Rahmenbedingungen/patente,did=746982.html