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Neues Diagnoseverfahren für Pilzinfektionen der Lunge

Quelle: HKI

Nachweis von Erregerbestandteilen aus Urin für die Überwachung von Risikopatienten und für eine frühzeitige Diagnose und Therapie.

Pulmonale Infektionen stellen eine häufige, lebensbedrohliche Komplikation bei immunsupprimierten Patienten dar. Neben bakteriellen Erregern nehmen auch Infektionen mit fungalen Erregern, insbesondere durch Aspergillus fumigatus einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Selbst bei einem frühzeitig geäußerten Verdacht auf eine Pilzinfektion ist der Nachweis jedoch häufig schwierig und mit hohem Aufwand und z. T. mit Risiko für den Patienten verbunden, z. B. bei der Gewinnung von Probenmaterial bei einer Bronchoskopie.

Im Rahmen des Teilprojekts soll ein diagnostischer Ansatz für den Nachweis von erregerspezifischen Bestandteilen in Körperflüssigkeiten erforscht werden. Da Urin nicht-invasiv und kontinuierlich gewonnen werden kann, würde sich ein Nachweis von Erregerbestandteilen im Urin sehr gut für die Überwachung von Risikopatienten und eine frühzeitige Diagnose und Therapie eignen. Für bakterielle Lungeninfektionen durch einzelne Erreger sind bereits entsprechende Testsysteme verfügbar.

Dieses Forschungsvorhaben ist ein Teil des Campus-Projektes "Pneumonie bei Immunsuppression"

Projektlaufzeit
01.02.2015 – 31.01.2020

Projektkoordination
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e. V. – Hans Knöll Institut –
Prof. Dr. Ilse Jacobsen