Abgeschlossene Projekte

Vor-Ort-Diagnoseverfahren für Patienten mit virus-induzierter Pneumonie

Optimierung bzw. Weiterentwicklung etablierter Verfahren für die Diagnostik von Cytomegalievirus

Bei fast jedem zweiten Erwachsenen schlummert das Cytomegalievirus (CMV), das zu den Herpesviren zählt, im Körper. In der Regel verbleibt der Erreger unbemerkt. Bei immungeschwächten Menschen oder bei Infektionen während der Schwangerschaft kann er zu schweren Komplikationen wie zum Beispiel zur Ausbildung einer Lungenentzündung oder zu Wachstumsverzögerungen und neurologischen Spätschäden bei Neugeborenen führen. Ohne rechtzeitige Therapie haben schwere Verläufe eine schlechte Prognose und enden oftmals tödlich.

Die derzeitige Diagnostik erfolgt entweder über einen PCR-Test, mit dem die Viren quantitativ nachgewiesen werden, oder durch Antigen-Nachweis mit einem pp65-Test mittels Fluoreszenz-Färbung. Beide Verfahren sind sowohl zeit- als auch laborintensiv.

Ziel des Forschungsprojekts ist die umfassende Optimierung bzw. Weiterentwicklung der etablierten diagnostischen Verfahren. Grundlage hierfür stellen die bestehenden Diagnostikplattformen der Firma Alere Technologies GmbH dar, die spezifisch zum Nachweis viraler Proteine bzw. viraler Nukleinsäuren modifiziert werden können.

Für diese Zielstellung werden in enger Zusammenarbeit der Firma Alere Technologies GmbH und dem Institut für Virologie und Antivirale Therapie am Universitätsklinikum Jena innovative Messverfahren entwickelt, die eine schnelle und präzise Vor-Ort-Diagnostik der virus-induzierten Pneumonie ermöglichen.

Projektkoordination

Universitätsklinikum Jena
Prof. Dr. Andreas Henke