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Nanopartikel für lebensrettende Therapien: SmartDyeLivery überzeugt Investoren

Mit winzigen Partikeln Wirkstoffe gezielt in erkrankte Organe des Körpers transportieren – diesen Ansatz verfolgt die SmartDyeLivery GmbH aus Jena. Mit seinem patentierten Konzept auf Basis funktionalisierter Nanopartikel konnte das jungen Startup-Unternehmen im April Investoren überzeugen: Neben der Sparkasse Jena-Saale-Holzland, die ihre bestehende Beteiligung weiter ausbaut, und der beteiligungsmanagement thüringen gmbh (bm|t) engagiert sich nun auch die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) als Investor.

Sowohl die STIFT um die Vorstände Professor Dr.-Ing. Werner Bornkessel und Dipl. Ing. Wolfgang Meyer sowie Geschäftsführer Dr. Sven Günther als auch die Sparkasse Jena-Saale-Holzland um Vorstand Erhard Bückemeier und Investmentmanager Tilo Mascher zeigen sich davon überzeugt, dass diese Innovation aus Thüringen, die Menschenleben retten kann, wirtschaftlich erfolgreich sein wird.

Auf Nanopartikeln basierende Technologien weisen insbesondere im medizinischen Sektor großes Potenzial auf. Der SmartDyeLivery GmbH ist es in Kooperation mit den Arbeitsgruppen um die Gründer und Jenaer Universitätsprofessoren Michael Bauer (auch im InfectoGnostics-Vorstand) und Ulrich S. Schubert gelungen, Nanopartikel zu entwickeln, die ihr Ziel im Körper selbst finden und die mit ihnen transportierten Wirkstoffe spezifisch und kontrolliert nur in den Zielzellen freisetzen. Neben dem spezifischen Wirkstofftransport wird sich mithilfe der Nanopartikel zukünftig auch die Funktion betroffener Organe bestimmen lassen.

In einem ersten Anwendungsgebiet fokussiert sich das Unternehmen auf die Entwicklung eines spezifischen Therapeutikums für Patienten mit einem septisch bedingten Leberversagen. Wegen fehlender Therapieoptionen versterben diese Patienten heute in mehr als 90% der Fälle. Die in Entwicklung befindliche neue Therapiemöglichkeit könnte allein in Deutschland jährlich über 1.500 Menschenleben retten. „Neueste präklinische Daten verdeutlichen das enorme Potenzial bereits im ersten möglichen Anwendungsgebiet und zeigen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, so Dr. Marc Lehmann, Geschäftsführer des Jenaer Biotechnologieunternehmens.

Zur Original-Pressemitteilung von SmartDyeLivery