Aktuelles

Vor-Ort-Tests bei Hepatitis C: InfectoGnostics-Partner erhalten Förderung von FIND

  • Ein Modell des Hepatitis-C-Virus' (Grafik: CDC)

Die Genfer Foundation for Innovative New Diagnostics (FIND) wird Machbarkeits­studien der InfectoGnostics-Partner „Abbott (Alere Technologies GmbH)“ und „BLINK AG“ zu molekularen Point-of-Care-Tests für Hepatitis C fördern. Dies hat FIND am 28. Juli, dem Welt-Hepatitis-Tag, bekannt gegeben.

Weltweit sind 71 Million Menschen mit Hepatitis C infiziert – doch 80 Prozent der Erkrankten wissen nichts von ihrer Infektion. Die internationale Non-Profit-Organisation FIND mit Sitz in Genf startet deshalb eine Initiative für die Entwicklung einer schnellen Vor-Ort-Diagnostik und fördert dafür Machbarkeitsstudien der beiden Forschungscampus-Mitglieder Abbott und Blink aus Jena.

Die beiden Campuspartner Abbott und Blink sind zwei von insgesamt drei Diagnostik-Unternehmen, die eine Förderung für die Entwicklung eines molekularen Point-of-Care-Tests erhalten, mit dem Hepatitis-C-Viren anhand ihrer genetischen Informationen detektiert werden können. In den Studien sollen verschiedene Technologien erforscht werden, die sich zur Entwicklung einer vielseitigen molekularen Diagnostik-Plattform eignen, die selbst in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen können. Auch am InfectoGnostics Forschungscampus sind beide Partner maßgeblich an der Entwicklung derartiger Plattformen zur Vor-Ort-Diagnostik beteiligt.

Infektionen mit Hepatits-C-Viren betreffen vor allem Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern: 75 Prozent aller weltweiten Infektionen kommen in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen vor. Obwohl moderne Therapien eine schnelle und dauerhafte Heilung ermöglichen, wird die Krankheit bislang noch viel zu selten diagnostiziert, da sie meist symptomarm oder symptomlos verläuft und preiswerte Vor-Ort-Tests fehlen. Unbehandelt führt die Krankheit häufig zu Leberzirrhosen und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen der Leber.

Zur Pressemitteilung von FIND