BMBF-Ausschreibung: "Förderung von deutsch-französischen Verbundvorhaben zu antimikrobiellen Resistenzen“

(Deadline:  27. Februar 2019)

Das BMBF hat eine neue Richtlinie zur Förderung von deutsch-französischen Verbundvorhaben zu antimikrobiellen Resistenzen veröffentlicht.

Weitere Information zur BMBF-Förderrichtlinie

Im Rahmen der Förderrichtlinie sollen Kooperationsprojekte deutscher und französischer Partner gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Ministerium für Hochschulen, Forschung und Innovation der Französischen Republik (Ministère de l’Enseignement supérieur, de la Recherche et de l’Innovation, MESRI) gefördert werden. In den gemeinsamen Forschungsprojekten sollen ernste Bedrohungen für die Gesundheit der französischen und deutschen Bevölkerung im Bereich der AMR adressiert werden. Darüber hinaus sollen durch die Verbundvorhaben die deutsch-französische Zusammenarbeit gestärkt und die sich aus der Kooperation ergebenden Synergien genutzt werden, um Fortschritte bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten zu erzielen.

Für die vorliegende Fördermaßnahme wurde von den beteiligten Förderorganisationen ein gemeinsamer englischsprachiger Bekanntmachungstext herausgegeben, der unter http://anr.fr/ANR-FRDE-AMR-2019 eingesehen werden kann. Er bildet die inhaltliche Grundlage der vorliegenden Bekanntmachung. Es wird dringend empfohlen, den englischsprachigen Bekanntmachungstext im Sinne einer zielführenden deutsch-französischen Konzeption von Projektskizzen zu beachten. Die vorliegende Förderrichtlinie ist die erste Bekanntmachung zur Stärkung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich der AMR. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen im Rahmen einer zweiten Förderrichtlinie weitere Themen adressiert werden.

Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind Verbundvorhaben von Konsortien, bestehend aus mindestens einem deutschen und mindestens einem französischen Partner in der anwendungsorientierten Forschung und experimentellen Entwicklung. Die deutsch-französische Kooperation muss dabei einen Mehrwert für das Forschungsprojekt darstellen. Die Projekte sollen einen hohen, bisher nicht erfüllten medizinischen Bedarf für die Gesundheit der französischen und deutschen Bevölkerung im Bereich der AMR adressieren. Durch die Projekte soll der Wissensstand auf diesem Gebiet erweitert und die Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen oder innovative Produkte gelegt werden, welche zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der AMR beitragen.

Die Projekte müssen dabei einem der folgenden Themengebiete zugeordnet werden können:

  1. Mikrobiom-basierte Präventions- und Behandlungsstrategien
  2. Antibiotika mit neuen Wirkmechanismen
  3. Untersuchungen zur Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen sowie zur Krankheitslast mit Antibiotikaresistenten Erregern anhand von epidemiologischen, Modellierungs-, mikrobiologischen und zellbiologische Methoden
  4. Untersuchung von pathogenen Mechanismen, Entwicklung von diagnostischen Methoden und Behandlungsstrategien für resistente Pilzinfektionen

Die Projekte sollten sich auf Infektionen konzentrieren, die durch resistente Hefen oder Pilze verursacht werden und im Zusammenhang mit der zunehmenden Ausbreitung von entsprechenden resistenten Pathogenen stehen.

Das Themengebiet ist beschränkt auf invasive, sowohl chronische als auch akute Infektionen. Die Projekte müssen einen Technologie-Reifegrad zwischen 1 und 5 aufweisen (siehe „Guidelines for Applicants“ unter http://anr.fr/ANRFRDE-AMR-2019 zur Erläuterung der Technologiereifegrade). Es ist beabsichtigt maximal ein Vorhaben aus Themengebiet IV zu fördern. Die deutschen Verbundpartner sollen sich an den Empfehlungen zur guten wissenschaftlichen Praxis der DFG orientieren, die das BMBF seit dem Jahr 2002 übernommen hat http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_1310.pdf).

Aktuelle Ausschreibungen

In dieser Rubrik weisen wir auf aktuelle Ausschreibungen von Fördermittelgebern hin, die sich mit für InfectoGnostics relevanten Themen befassen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Geschäftsstelle auf, wenn Sie Interesse an einer der Ausschreibungen haben.

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand — ZIM

ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen.

Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, einschließlich des Handwerks und der unternehmerisch tätigen freien Berufe, nachhaltig unterstützt und damit ein Beitrag zu deren Wachstum verbunden mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geleistet werden.

Seit dem 15. Mai 2015 ist es möglich, neue Anträge im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zu stellen. Grundlage ist die neue ZIM-Richtlinie, mit der das Programm zielgerichtet optimiert wurde.

Gefördert werden:

Weitere Infos des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Referat VIC5 (ZIM)

WIPANO

Innovationen, also neue Produkte und Dienstleistungen, sind die Triebfeder des Erfolges der deutschen Wirtschaft. Sie müssen möglichst bekannt sein und möglichst breit genutzt werden können, um auf dem Markt Fuß zu fassen. Ziel der Innovationspolitik des BMWi ist daher nicht nur die Förderung des Entstehens von Innovationen, sondern auch deren rascher Verbreitung - durch Wissens- und Technologietransfer.

"WIPANO - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen" setzt genau hier an: Es fördert öffentliche Forschung und Unternehmen bei der Patentierung und Verwertung ihrer Ideen und unterstützt innovative (Forschungs-) Projekte für die Normung.

Die Richtlinie läuft vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2019. Grundsätzlich antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre, öffentlich grundfinanzierte Forschungseinrichtungen. Die Beantragung ist fortlaufend möglich, d. h. es gibt keine festen Stichtage.

Gegenstand der Förderung ist der gesamte Prozess der Schutzrechtsanmeldung, von der Überprüfung der Idee bis hin zur Verwertung.

Weitere Informationen:
www.bmwi.de/DE/Themen/Technologie/Rahmenbedingungen/patente,did=746982.html