Aktuelle Ausschreibungen

In dieser Rubrik weisen wir auf aktuelle Ausschreibungen von Fördermittelgebern hin, die sich mit für InfectoGnostics relevanten Themen befassen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Geschäftsstelle auf, wenn Sie Interesse an einer der Ausschreibungen haben.

BMBF-Ausschreibung: "Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“

(Deadline:  31. Januar 2019)

Das BMBF hat eine neue Förderrichtlinie zum Thema „Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“ veröffentlicht.

Weitere Information zur BMBF-Förderrichtlinie

Richtlinie zur Förderung von Zuwendungen zum Thema „Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“ Richtlinie zur Förderung von Zuwendungen zum Thema „Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“

Förderziel und Zuwendungszweck

Mit der Förderrichtlinie unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Realisierung neuer Produkt- und Prozessinnovationen in der Medizintechnik zur Prävention und Versorgung nosokomialer (behandlungsassoziierter) Infektionen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Raten von nosokomialen Infektionen bei zunehmenden Resistenzen der Erreger, besonders gegenüber Antibiotika, seit Jahren weltweit steigen und auch in Deutschland ein wachsendes Problem darstellen, adressiert die Förderrichtlinie dabei einen bedarfs- und ­patientenorientierten Ansatz. Durch die geplante Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Anwendern wird die schnelle Überführung von innovativen medizintechnischen Lösungen in die Versorgung gefördert.

Das BMBF setzt mit der vorliegenden Förderrichtlinie einen Themenschwerpunkt zu wichtigen zugrunde liegenden Versorgungsfragen aus dem Fachprogramm Medizintechnik, Handlungsfeld „Patientennutzen“, um. Das Fachprogramm Medizintechnik leitet sich aus den zentralen Handlungsempfehlungen des Nationalen Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik“ ab und ist in die Hightech-Strategie sowie in das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung eingebettet. Mit dem Fachprogramm Medizintechnik will das BMBF die medizintechnische Forschung und Entwicklung stärken und zugleich die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Medizintechnik-Branche am Standort Deutschland ausbauen. Gefördert werden bedarfsorientierte und industriegeführte Projekte mit dem Ziel der Überführung innovativer medizintechnischer Lösungen in die Gesundheitsversorgung.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht wird die nachhaltige Stärkung der Unternehmen am Markt durch eine standortbezogene Umsetzung der Innovationen angestrebt. Dabei stehen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im Fokus der Förderrichtlinie, sodass eine zusätzliche Verankerung im Handlungsfeld „Mittelstand“ des oben genannten Fachprogramms gegeben ist.

Vor dem Hintergrund zunehmender und sich ständig neu entwickelnder Antibiotikaresistenzen hat die Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen eine besondere Relevanz für die Gesundheitsversorgung. Nosokomiale Infektionen stehen nach § 2 des Infektionsschutzgesetzes in zeitlichem Zusammenhang mit einer medizinischen Maßnahme (stationär/ambulant) und stellen weltweit ein bedeutendes medizinisches als auch sozio-ökonomisches Problem dar. Prävalenzstudien zeigen, dass nosokomiale Infektionen international bei 4 bis 9 % der vollstationär behandelten ­Patienten auftreten. In Deutschland gehören diese Infektionen zu den häufigsten Komplikationen medizinischer ­Behandlungen, verbunden mit hohen Belastungen für die Patienten und das Gesundheitssystem. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene infizieren sich in Deutschland jährlich annähernd eine Million Menschen im Zusammenhang mit medizinischen Interventionen im Krankenhaus, bis zu 40 000 Patienten sterben pro Jahr an oder mit nosokomialen Infektionen. Durchschnittlich verursachen nosokomiale Infektionen zehn Tage längere Liegezeiten sowie Zusatzkosten von 4 000 bis 20 000 Euro pro betroffenem Patient. In schwerwiegenden Fällen verlängern sich Krankenhausaufenthalte um mehrere Monate.

Da innovative medizintechnische Lösungen die Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen wesentlich unterstützen können sowie eine frühzeitige, schnelle und präzise Diagnostik ermöglichen, beabsichtigt das BMBF mit der vorliegenden Förderrichtlinie, diese Innovationspotenziale in der Medizintechnik nutzbar zu machen. Dabei unterstützt das BMBF am medizinischen Bedarf ausgerichtete Forschung und Entwicklung (FuE), die auf eine Reduzierung nosokomialer Infektionshäufigkeiten entlang des gesamten Versorgungspfades abzielt.

Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind industriegeführte, risikoreiche und vorwettbewerbliche Vorhaben der Forschung und Entwicklung – in der Regel in Form von Verbundprojekten – in denen die Erarbeitung von neuen, marktfähigen Versorgungslösungen auf Basis innovativer medizintechnischer Lösungen angestrebt wird.

Die Ergebnisse dieser FuE-Projekte sollen dazu beitragen, die Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen deutlich zu verbessern und damit den Schutz von Patienten, Angehörigen und medizinischem Personal nachhaltig zu stärken. Folgende Themenbereiche sind in dieser Hinsicht von Bedeutung:

  1. Schutz durch Vermeidung oder Reduzierung der Keimbelastung

Hierzu zählen, als Bestandteil optimierter Versorgungsketten, innovative medizintechnische Lösungen, die durch ­spezielle Konstruktionen bzw. Funktionalitäten, den Einsatz neuer oder verbesserter Materialien, Oberflächen, Herstellungs- und Beschichtungsverfahren die Häufigkeit nosokomialer Infektionen deutlich reduzieren, beispielsweise bei der Prävention und Versorgung:

  • postoperativer Wundinfektionen,
  • Katheter-assoziierter Harnwegs- und Gefäßinfektionen,
  • Beatmungs-assoziierter Atemwegsinfektionen,
  • Prothesen- und Implantat-assoziierter Infektionen.

Zusätzlich kommen neue medizintechnische Lösungen zur Unterstützung von Operations- und Behandlungsmethoden sowie zur therapiebegleitenden Diagnostik in Betracht, die durch ihren Einsatz zur Senkung nosokomialer Infektionsraten beitragen, wie beispielsweise:

  • Produkte für minimalinvasive Operationstechniken,
  • OP- und intensivmedizinische Ausrüstungen (z. B. Laminar Air Flow-Systeme, Inkubatoren für Frühgeborene),
  • Software zur Steuerung/Überwachung von Medizinprodukten (z. B. Verweildauern von Kathetern, Steuerung von Beatmungsgeräten),
  • intelligente Diagnostik zur zielgerichteten Behandlung (z. B. Realtime-Messung von Antibiotikaspiegeln).
  1. Schutz vor Übertragung und Weiterverbreitung von Erregern

Die hier adressierten medizintechnischen Lösungen sollen Infektions-präventive Versorgungs- und Hygieneketten ­während der Aufnahme, Behandlung, Betreuung/Pflege und beim Transport von Patienten gewährleisten bzw. dazu beitragen, eine Übertragung/Weiterverbreitung von Erregern zu verhindern, z. B. durch:

  • optimierte sowie automatisierte Workflows bei Eingangsscreenings, Behandlung, Betreuung und Transport von ­Patienten,
  • neue Diagnostika und Bedside-Tests für die frühzeitige, schnelle und präzise Diagnostik der Erreger und ihrer ­Resistenzen,
  • Überwachung, Steuerung und Compliance von Hygiene- und Desinfektionsprozessen für Patienten und Personal,
  • optimierte Anwendbarkeit/Wiederaufbereitung/Sterilisierbarkeit von Medizinprodukten.
  1. Schutz durch effiziente Daten-Dokumentation und -AuswertungHier kommen neue IT-Lösungen in Betracht, die eine bessere Erfassung und Auswertung hinsichtlich Prävention bzw. Eindämmung nosokomialer Infektionen gewährleisten. Die IT-Lösungen sollen dabei mit dem KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) kompatibel sein oder dieses ergänzen, beispielsweise durch:
  • Anwendungen, die Daten zur Entstehung und Ausbreitung von Krankenhauskeimen innerhalb medizinischer Ein­richtungen effektiver als bisher erfassen, systematisch aufarbeiten, „Infektions-Landkarten“ erstellen und daraus Präventionsstrategien ableiten,
  • Anwendungen, welche die Erfassung und Auswertung nosokomialer Infektionen in der Interaktion zwischen klinischen, ambulanten und Pflege-Einrichtungen möglich machen.

 

Ziel der Förderung ist die kurz- bis mittelfristige Umsetzung der FuE-Ergebnisse in marktfähige Produkte nach Projektende. Für die Vermarktung sollte vorrangig der erste Gesundheitsmarkt adressiert werden. Die FuE-Vorhaben sollen umsetzungsrelevante Endpunkte haben. Klinische Machbarkeitsstudien sind auf den Einschluss von maximal 20 Probanden bzw. Patienten zu beschränken und setzen die notwendigen behördlichen Genehmigungen (z. B. ein positives Ethikvotum) voraus. Klinische Prüfungen im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens sind nicht Gegenstand der Förderung.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, sowie Hochschulen, forschende Kliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen wird ausdrücklich unterstützt und bei der Projektbegutachtung berücksichtigt.

JPIAMR Joint Call on Diagnostics and Surveillance 2019

Pre-announcement of the JPIAMR Joint Transnational Call 2019

JPIAMR Joint Call on Diagnostics and Surveillance 2019 (9th Call)

This call will fund joint transnational research projects addressing the development of diagnostic and surveillance tools, technologies and methods to detect antimicrobial resistance (AMR). Projects should address the diagnosis of AMR infections in clinical and veterinary settings, or the surveillance of AMR in humans, animals and the environment. The call promotes projects with impact in low and middle income countries (LMICs) in Asia and Africa.

AMR has become one of the major global health and development challenges of the 21st century. The threat of AMR is particularly high in resource-limited and high-risk settings. This is linked to issues such as weak human and animal health systems; diverse means of food production, processing and consumption; food safety and food security; water, hygiene and sanitation challenges; and the global movement of people and goods.

In response to these challenges, the JPIAMR is pleased to pre-announce this joint transnational call for proposals for innovative research projects on new or improved diagnostic and surveillance strategies, tools, technologies and methods.  The call will support research projects that also have the potential for impact in areas where the risk and burden of AMR is greatest, such as in LMIC settings in Asia and Africa. Projects are encouraged to use a One Health approach where relevant.

The projected call budget is approx. 20 million Euro.

Scope of the call

Projects should aim to either:

  • Develop strategies, tools, technologies, and methods for the detection, monitoring, profiling and/or surveillance of antimicrobial resistance and dynamics leading to resistance.
  • Study ways to facilitate and implement the uptake and use of existing strategies, tools, technologies, and/or methods for the detection, monitoring, profiling and surveillance of antimicrobial resistance and dynamics leading to resistance.
Expected Outcomes

It is expected that this JPIAMR call will contribute to the urgent need to curb the burden associated with the most prioritised infections in different geographical settings. This topic area is also suitable to reinforce collaborations involving industry and social sciences. Regional LMIC led collaborations are welcomed. The results of the funded projects should contribute to improved understanding, monitoring and detection of AMR where efforts to curb AMR will have a global impact.

Suggested Focal Areas
  • Establish the validity of new or improved diagnostic tools, technologies and methods.
  • Evaluate how new or improved diagnostics can promote more prudent use of antibiotics (e.g. narrow spectrum antibiotics) in human and veterinary use
  • Rapid diagnostics (essential for optimal antimicrobial selection) and point-of-care techniques, to improve personalised or individual therapies
  • Development of new, or more efficient use and accessibility of already existing, tools, technologies and/or methods to detect AMR in multiple reservoirs, for example human, animal and environmental samples

Projects are encouraged to consider the global use of the tools, technologies and methods, including use in low and lower middle income settings (e.g. lack of laboratory facilities, affordable diagnostic tests, unreliable or unavailable electricity supplies or points-of-care-tests).

The following sub-topics are not within the scope of the call:
  • Investigations based on, or involving, clinical trials.
  • Investigations aiming to improve existing commercial technology or products (more details on this will be in the full call text and annexes)
Participating countries & eligibility
  • Full eligibility criteria will be included in the Call launch.
  • Consortia of eligible scientists from participating JPIAMR member countries and eligible countries in Africa and Asia may apply to this call.
  • Applicants must adhere to the specific regulations of their national funding organisation
  • Consortia must include a minimum of three and a maximum of six project partners from at least three eligible countries.
  • Participating JPIAMR member countries include Canada, Czech Republic, Finland, France, Germany, Israel, Italy, Latvia, Norway, Poland, Romania, Spain and Sweden. (The Netherlands and South Africa has the intention of joining the call but no funding is guaranteed yet.)

Please note that the list of participating countries is provisional.

Expected timeline

The call has a two-step application process (pre-proposal, full proposal) with the following targeted timetable:

November 15, 2018 – Pre-announcement

December 5, 2018  (17:00 CET) – Publication of the JPIAMR Joint Call on Diagnostics and Surveillance 2019

February 15, 2019 (17:00 CET)  – Submission deadline for pre-proposals

Mid April 2019 –  Full proposal invitations sent to project coordinators

June 14 2019 (17:00 CET) –  Submission deadline for full proposals

Late September 2019 – Final funding decision taken by the funding organisations

Mid October 2019 –  Final funding decision announced to applicants

End of 2019/Early 2020 – Start of funding

News and updates

Updates to the call, including the participation of funding organisations, will be published on the call page on the JPIAMR website, in the JPIAMR newsletter, and on Twitter @JPIAMR and Facebook.com/JPIAMR.


Closed Calls
For information about all the closed calls click here 

 

 

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand — ZIM

ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen.

Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, einschließlich des Handwerks und der unternehmerisch tätigen freien Berufe, nachhaltig unterstützt und damit ein Beitrag zu deren Wachstum verbunden mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geleistet werden.

Seit dem 15. Mai 2015 ist es möglich, neue Anträge im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zu stellen. Grundlage ist die neue ZIM-Richtlinie, mit der das Programm zielgerichtet optimiert wurde.

Gefördert werden:

Weitere Infos des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Referat VIC5 (ZIM)