Aktuelle Ausschreibungen
In dieser Rubrik weisen wir auf aktuelle Ausschreibungen von Fördermittelgebern hin, die sich mit für InfectoGnostics relevanten Themen befassen.
Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Geschäftsstelle auf, wenn Sie Interesse an einer der Ausschreibungen haben.
BMFTR-Ausschreibung:
Forschungsprojekte für Systems Engineering mit In silico-Methoden im Forschungs- und Förderkonzept „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“
Vom 24. Juni 2026 | Abgabetermin (1. ersten Verfahrensstufe): 20. August 2026, 12 Uhr
Zur Förderrichtlinie: https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Bekanntmachungen/DE/2026/07/2026-07-03-bekanntmachung-e2health.html
Die Gesundheitsforschung befindet sich im Umbruch: Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, große Datenmengen auszuwerten, um biologische Prozesse und Krankheitsverläufe durch computergestützte Modellierungen und Simulationen – sogenannte In silico-Methoden – zu erfassen und zu analysieren. Diese Ansätze ergänzen klassische In vivo- und In vitro-Verfahren, ermöglichen eine deutlich schnellere Hypothesenbildung oder -überprüfung und beschleunigen den Transfer in die klinische Anwendung.
In Deutschland bestehen aufgrund hoher regulatorischer Anforderungen für In vivo- und In vitro-Studien besondere Anreize, innovative In silico-Methoden systematisch einzusetzen. Sie stellen ein innovatives Forschungswerkzeug für die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dar. In silico-Methoden sind eine entscheidende Säule für die Medizin der Zukunft.
Mit der Hightech Agenda Deutschland fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Stärkung von Schlüsseltechnologien wie zum Beispiel der Künstlichen Intelligenz (KI) genauso als zentrale Zukunftsaufgabe wie das Hochleistungsrechnen und umfangreiche Dateninfrastrukturen. In silico-Methoden beziehen diese Aspekte ein, sie sind ein entscheidender Hebel, um die großen Potenziale von KI in der Gesundheitsforschung zu erschließen. Ziel ist es dabei, die technologische Souveränität Deutschlands zu sichern, die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandorts zu stärken und durch datengetriebene Innovationen den Patienten wirksamere und personalisierte Therapien schneller zur Verfügung zu stellen.
Um mit der international rasch wachsenden Dynamik in der digitalen Gesundheitsforschung Schritt halten zu können, muss Deutschland seine Forschungskapazitäten in Zukunft weiter ausbauen. Die Ausgangsvoraussetzungen hierfür sind sehr gut, nicht zuletzt durch die grundlegende Forschungsförderung des BMFTR in den Bereichen Systemmedizin, Medizininformatik und Computational Life Sciences.
Aufbauend auf bisherigen Erfahrungen unterstützt das BMFTR mit dem Forschungs- und Förderkonzept „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“ die Forschung zur Entwicklung und zum Einsatz von In silico-Innovationen. Es setzt In silico-Methoden gezielt für die großen Herausforderungen der Gesundheitsforschung ein und überführt diese zum Wohle der Patienten in die klinische Anwendung und öffentliche Gesundheitsforschung, unter anderem im Bereich der Vorhersage, präziseren Diagnostik und Therapie von Krankheiten, der Stratifizierung von Patienten, der Vorhersage von Krankheitsverläufen und der Durchführung von virtuellen klinischen Studien. Das Konzept wird durch thematisch unterschiedliche Förderrichtlinien ausgestaltet, es trägt zur Etablierung von In silico-Methoden in der BMFTR-geförderten Gesundheitsforschung bei und konkretisiert damit auch die Ziele der Hightech Agenda Deutschland.
Vor diesem Hintergrund fördert das BMFTR im Rahmen dieser Förderrichtlinie die Forschung und Entwicklung im Bereich des Systems Engineering mit In silico-Methoden in der Gesundheitsforschung.
Zur kompletten Bekanntmachung des BMFTR