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Photonik, KI und industrielle Anwendung im Fokus: InfectoGnostics und LPI auf der W3+ Fair Jena

Wie werden aus neuen Technologien praxistaugliche Lösungen für Diagnostik und Medizin? Dieser Frage widmete sich eine gemeinsame Session von InfectoGnostics und dem Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) auf der W3+ Fair Jena. Auch weitere Partner des Forschungscampus brachten ihre Expertise in das Messeprogramm ein.

Die W3+ Fair brachte am 23. und 24. September 2026 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Photonik, Optik, Elektronik und Mechanik in der Sparkassen-Arena Jena zusammen. Am ersten Messetag gestalteten der InfectoGnostics Forschungscampus Jena und das LPI die Session „Innovative Medizintechnologien erfolgreich in die Anwendung bringen“. Durch das Programm führte InfectoGnostics-Geschäftsführer Dr. Jens Hellwage.

Im Mittelpunkt stand der Weg von der technologischen Entwicklung zur medizinischen Nutzung. Dr. Christine Schulz, Projektmanagerin am Leibniz-Zentrum, stellte das LPI als neue Translationsinfrastruktur in Jena vor. Das Zentrum soll Forschung und Industrie dabei unterstützen, innovative Technologien im klinischen Umfeld zu entwickeln und zu validieren – und damit den Transfer in die Anwendung beschleunigen.

Von der Forschungsinfrastruktur über die klinische Erprobung bis zur industriellen Umsetzung

Anschließend beleuchtete InfectoGnostics-Vorstandssprecher Prof. Dr. Jürgen Popp (Leibniz-Institut für Photonische Technologien), wie biophotonische Technologien vom vielversprechenden Laborprototypen zu klinisch relevanten Lösungen weiterentwickelt werden. Die industrielle Perspektive ergänzte Dr. Robert Möller von Analytik Jena: Er erläuterte, wie Liquid Handling, molekulare Nachweisverfahren und modulare Laborautomation ineinandergreifen, um neue diagnostische Verfahren aus dem Forschungscampus in die Anwendung zu bringen.

Die Beiträge spannten damit den Bogen von der Forschungsinfrastruktur über die klinische Erprobung bis zur industriellen Umsetzung. Sie griffen ein zentrales Anliegen von InfectoGnostics auf: wissenschaftliche Erkenntnisse durch die Zusammenarbeit von Forschung, Medizin und Unternehmen für die diagnostische Praxis nutzbar zu machen.

Weitere InfectoGnostics-Partner waren im W3-Fachprogramm vertreten

Auch außerhalb der gemeinsamen Session waren InfectoGnostics-Partner im Fachprogramm vertreten. Dr. Dominic Dorfner von Jenoptik sprach über die Bedeutung der Photonik für KI, Life Sciences und Verteidigung; Dr. Sven Laux ergänzte die Unternehmensperspektive mit einem Beitrag zu optischen Beschichtungen für den tiefen UV-Bereich. Die beiden IT-Unternehmen Navimatix und SMA Development beteiligten sich am Themenblock „Digitalisierung & Photonik“: Steffen Späthe stellte die Entwicklung eingebetteter Systeme mit Zephyr RTOS vor, Michael Mörs widmete sich zukunftsfähigen KI- und Datenprozessen in der Produktion. Darüber hinaus präsentierte Dr.-Ing. Martin Drüe vom Fraunhofer IKTS transparente Hochleistungskeramik für anspruchsvolle Einsatzbedingungen.