Wie werden aus wissenschaftlichen Ergebnissen marktfähige Produkte? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Interviews der Forschungscampus-Initiative mit Katrin Frankenfeld (fzmb GmbH) und Prof. Ralf Ehricht (Leibniz-IPHT und FSU Jena) .
Translation heißt: Produkte für die Praxis entwickeln
Für die beiden Forschenden bedeutet Translation nicht nur, dass eine Technologie vielversprechend ist. Entscheidend sei, dass am Ende ein konkretes Produkt entsteht, das im Alltag von Ärztinnen und Ärzten oder in der Diagnostik tatsächlich eingesetzt werden kann.
Multiparameter-Tests für Impfstatus und Resistenzen
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von Schnelltests, die mit nur einer Probe mehrere Informationen liefern. Im jüngst abgeschlossenen Projekt RESISTOVAC arbeiteten vier Partner daran, Impfstatus und Antibiotikaresistenzen gleichzeitig nachzuweisen – sowohl beim Menschen als auch im Veterinärbereich. Ziel ist es, Diagnostik schneller, günstiger und verlässlicher zu machen.
Auf dem Weg in den Markt
Während im Forschungscampus die Grundlagen für neue Testsysteme entwickelt werden, bereiten die beteiligten Unternehmen die regulatorischen Schritte für die Zulassung vor. Schon innerhalb des kommenden Jahres soll ein erster Lesegerät-Prototyp in den Markt eingeführt werden.
Kooperation als Erfolgsfaktor
Ehricht und Frankenfeld betonen, dass die Arbeit im Forschungscampus durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, offene Kommunikation und Vernetzung geprägt ist. Dieser Austausch ermögliche es, neue Perspektiven einzunehmen und Technologien gemeinsam bis zur Anwendung voranzubringen.
Das Interview auf der Seite der Forschungscampus-Initiative des BMFTR kann man hier lesen :
https://www.forschungscampus-initiative.de/forschungscampi/wir_sind_forschungscampus/infectognostics_produkte_aus_Forschungsergebnissen