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Tiefensee besucht Blink AG: Wirtschaftsminister sieht großes Potential in neuer Diagnostikplattform aus Jena

  • Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, besucht den InfectoGnostics-Partner Blink AG während des Aktionstags "Europa in meiner Region".

Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft in Thüringen, hat am 07. Mai den InfectoGnostics-Partner Blink besucht. Der Minister informierte sich dabei über die Entwicklung einer neuen Diagnostik-Plattform durch das Jenaer Startup-Unternehmen. Zudem stellten Mitarbeiter der Blink AG und der oncgnostics GmbH das von InfectoGnostics koordinierte ASSURER-Projekt vor und diskutierten mit dem Minister Pläne für die Expansion der Unternehmen und eine Serienproduktion von Point-of-Care-Tests aus Jena.

Ein schnelle und präzise Diagnostik ist der Schlüssel zu einer wirksamen Therapie, doch selbst in entwickelten Industrieländern wie Deutschland erfolgt die Auswertung der Testergebnisse noch häufig sehr zentralisiert: Ärzte und kleinere Kliniken versenden Proben an Speziallabore, die schließlich die Ergebnisse wieder zurück an den Arzt übermitteln – ein oftmals viel zu langsames und umständliches Prozedere. Einen dezentralen Lösungsansatz entwickelt deshalb die Blink AG aus Jena. Anlässlich des Aktionstags „Europa in meiner Region“ besichtigte Minister Wolfgang Tiefensee das junge Startup und diskutierte Möglichkeiten, solche Vor-Ort-Diagnostik-Systeme schnell auf den Markt zu bringen.

An einem ersten Prototyp zeigten die Blink-Entwickler wie innovative Diagnostik künftig aussehen könnte: Eine Box, kleiner als eine Kaffeemaschine, vereint alle Arbeitsschritte, die bislang noch von Fachleuten im Labor durchgeführt werden. Angefangen beim Aufbereiten und Pipettieren der Probe bis hin zur Temperaturregulation und Analyse der Ergebnisse. Das Ziel: Künftig soll der Nutzer lediglich die Probe zuführen und den Startknopf drücken, um ein Ergebnis zu erhalten. Minister Wolfgang Tiefensee sieht in diesem Ansatz großes Potential für die Patientenversorgung im ländlichen Raum: „Mit einfach zu bedienenden und vernetzten Diagnosesystemen könnten bereits Arzthelfer oder Pflegepersonal lebensrettende Informationen zusammentragen und digital einpflegen.“

Vorgestellt wurde dem Minister zudem das ASSURER-Projekt: In dem Forschungsprojekt wird der von oncgnostics entwickelte „GynTect“-Assay als erster kommerzieller Test auf die neue Blink-Plattform gebracht. So soll ein vollautomatisiertes System zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs entstehen, das eine gesicherte Therapieentscheidung direkt in der Arztpraxis ermöglicht und unnötige Biopsien vermeidet. Später sollen ebenso Tests für Tuberkulose und andere Infektionskrankheiten folgen. Für Blink-Geschäftsführer Eugen Ermantraut ist gerade diese Vielseitigkeit ein entscheidender Vorteil des neuen Systems: „Es ist an der Zeit, die vielen Einzellösungen im Bereich der Diagnostik durch eine universelle Plattform zu ersetzen, die als offenes und einfach zu bedienendes System für verschiedene Tests genutzt werden kann.“